Gewaltschutz stärken, Frauen und Kinder unterstützen
Auch dieses Jahr setzt sich in Deutschland die Serie der Femizide fort, auch in Deutschland versucht jeden Tag ein Mann, seine Partnerin oder Ex-Partnerin zu ermorden und jeden dritten Tag gelingt es ihm. Das Gewalthilfegesetz ist löchrig, schließt explizit Teile der Flinta*-Gruppe aus und die Umsetzung lässt noch einige Zeit auf sich warten. Täterrechte gehen noch immer meist vor Opferschutz und Kinder und Frauen sind die Leidtragenden.
Auch deshalb hat sich Die Linke den Schutz von Flinta*- und Kinderrechten auf die Fahne geschrieben und auch deshalb möchten wir hier in Kaiserslautern einen Beitrag zur Unterstützung leisten. Wir haben hier ein paar Telefonnummern von Beratungs- und Hilfestellen zusammentragen, an die ihr euch bei Problemen oder gar bei Gewalt in engen sozialen Bindungen oder in der Familie wenden könnt. Wenn euch diese Telefonnummern zu offensichtlich oder zu unsicher sind, weil möglicherweise euer Partner euer Handy kontrolliert, dann könnt ihr euch auch jederzeit an Die Linke hilft oder an mich wenden. Ich bin Vorstand des Queeren Zentrum Kaiserslautern e.V. und kann euch insbesondere dann weiterhelfen, wenn ihr trans*, inter oder nicht-binär seid.
Wir fordern:
- Das Gewalthilfegesetz muss erweitert und schnellstmöglich umgesetzt werden.
- Frauenhäuser und alternative Schutzeinrichtungen müssen ausgebaut und ausreichend sicher finanziert werden.
- Polizei, Gerichte und Sozialdienste müssen umfassend geschult werden für den Umgang mit Gewaltopfern in engen sozialen Bindungen.
- Opferschutz muss endlich vor dem Täterrecht stehen.
Nutzt diese Hilfsangebote bitte lieber einmal zu oft als einmal zu selten! Ihr seid nicht allein!
Lena Karch (Beisitzerin im OV Kaiserslautern)

