Es wird heiß in Kaiserslautern!
In den letzten Tagen kletterten die Temperaturen in Kaiserslautern auf über 35 Grad. Besonders Menschen in Einrichtungen der Betreuung und Pflege sind der Hitze oft schutzlos ausgeliefert – Bewohner*innen und Mitarbeiter*innen. Wir appellieren daher an die Arbeitgeber*innen, dringend Hitzeschutzmaßnahmen zu ergreifen!
Im Gegensatz zu den meisten anderen Menschen können Bewohner*innen von Betreuungs- und Pflegeeinrichtungen sich oft selbst nicht ausreichend gegen die Hitze schützen. Die Anschaffung von Kühlgeräten, aber auch die Versorgung mit ausreichend kühlen Getränken stellt Menschen mit geringem finanziellen Budget, körperlichen oder kognitiven Einschränkungen oft vor große Herausforderungen. Auch und insbesondere alte Menschen mit verringertem Durstgefühl können schnell gesundheitliche Schäden erleiden.
Doch auch die Mitarbeiter*innen leiden unter der Hitze. Laut Arbeitsstättenverordnung gilt ein Raum mit über 35 Grad als für die Arbeit ungeeignet. Dennoch herrschen insbesondere in oberen Stockwerken sowie in Räumen mit starker Wärmeentwicklung wie Küchen- oder Wäscheräumen häufig noch höhere Temperaturen. Diese Temperaturen sind sowohl für Mitarbeiter*innen als auch für Bewohner*innen akut gesundheitsschädlich.
Daher appellieren wir an Arbeitgeber*innen und Träger*innen sozialer Einrichtungen, für ausreichende Hitzeschutzmaßnahmen zu sorgen. Andernfalls gefährden diese die Gesundheit von Mitarbeiter*innen und Bewohner*innen – für die sie beide eine Fürsorgepflicht tragen!
Mitarbeiter*innen, die von starker Hitze betroffen sind, empfehlen wir, sich an den örtlichen Betriebsrat oder die Mitarbeitervertretung zu wenden. Falls dies beides nicht vorhanden ist, hilft euch eure Gewerkschaft weiter, wie beispielsweise ver.di.

