Ein Seniorenbüro für Kaiserslautern
Die Fraktion Die Linke unterstützt die Forderung des
Seniorenbeirats ein Seniorenbüro in Kaiserslautern zu schaffen
In der Stadtratssitzung vom 2.2.2026 und zuvor im Sozialausschuss
wurde die Erarbeitung eines seniorenpolitischen Konzepts vorgestellt,
nachdem der Seniorenbeirat am 19.2.2025 einen Prüfauftrag auf
Einrichtung eines hauptamtlich besetzten Seniorenbüros gestellt hatte.
Wie in der von der Verwaltung erstellten Übersicht zu sehen ist, kommt
unsere Stadt zwar in vielen Punkten der Pflichtaufgabe Altenhilfe nach,
aber das Angebot ist recht unübersichtlich über verschiedene Träger,
Örtlichkeiten, städtische Referate, den Seniorenbeirat, Vereine und
Freiwillige verteilt. Das Anliegen des Seniorenbeirates ist es, eine
zentrale Anlaufstelle zu schaffen, wo Senior*innen mit allen Belangen
hinkommen können - es geht nicht darum, bisherige
Beratungsstrukturen in Frage zu stellen. Natürlich werden an diesem
Ort nicht alle Aufgabenbereiche behandelt werden können, aber als
erste Stufe wird den Menschen mit ihren vielfältigen Anliegen hier
Gehör geschenkt, und ggf. werden sie an die entsprechende Stelle
verwiesen. Ein Seniorenbüro könnte so als sozialer Ort und Anlaufstelle
sehr gut als Wegweiser für Bewältigung der Anliegen und Nöte von
alten Menschen in unserer Stadt dienen.
Wir unterstützen daher die Forderung nach einem Seniorenbüro. Ein
solches Angebot gibt es in vielen Städten von Rheinland-Pfalz. Die
Ansätze sind unterschiedlich, doch wir sind sicher, dass im Austausch
zwischen den Senior*innen unserer Stadt, dem Seniorenbeirat und den
bestehenden Einrichtungen, Vereinen und Referaten herausgearbeitet
werden kann, welche Struktur für die älteren Bürger*innen
Kaiserslauterns am sinnvollsten wäre.
Dass ein Seniorenbüro überhaupt sinnvoll wäre, steht für uns nicht in
Frage, zumal da der Seniorenbeirat es empfiehlt. Als ein Mehrwert ist
zu sehen, dass Senior*innen ab 65, die immerhin ein Fünftel der
Stadtbevölkerung ausmachen, durch ein solches, zentral gelegenes
und barrierefreies Büro nicht nur an Wertschätzung, sondern auch an
Sichtbarkeit gewinnen würden. Der Hauptvorteil aber ist ein
vereinfachter Zugang zu den Möglichkeiten, die Senior*innen unserer
Stadt offen stehen. Dabei geht es nicht nur um Beratung und
Unterstützung, sondern zum Beispiel auch um gesellschaftliche
Teilhabe und Engagement, was unsere Stadtgesellschaft nur bereichern
kann.
Mit freundlichen Grüßen
Stefan Glander
Fraktionsvorsitzender
